Klaus Blei geht in den Ruhestand

„Was er heute sagt, das sagt er auch morgen. Er ist offen, ehrlich und äußerst korrekt. Es ist ein einfaches und angenehmes Arbeiten mit ihm.“ (Jürgen Hohn, Bestatter)

„Er hat ein weit überdurchschnittliches Verantwortungsbewusstsein, ist ein ungewöhnlich engagierter Mitarbeiter, der wenig bis gar keine Anleitung braucht, da er sieht, wo er gebraucht wird.“
(Pastor Neuhaus, Vorgesetzter)

„Er hat eine geistliche Haltung und ist kirchlich geprägt. Er hat stets seine Aufgaben gesehen, gefunden und gemacht. Klaus Blei lebt seinen Beruf. Seine absolute Zuverlässigkeit und die Freude an seinem Amt machten ihn mir zum echten Partner im Beruf.“
(Pastor i.R. Hernot Meinhard, ehemaliger Vorgesetzter)

„Ich bin ein echtes Mädchen für alles. Ich versuche immer, wenn mich jemand anspricht, eine Lösung zu finden.“
(Klaus Blei über sein umfangreiches Betätigungsfeld als Küster)

„Wenn Klaus Blei einen Mitarbeiterausflug organisierte, da stimmte alles auf die Minute. Das war toll. Bei den Mitarbeiterandachten fand er immer die richtigen Worte, an dem ist ein Pfarrer verloren gegangen.“ (Monika Peiffer, ehemalige Kollegin des Gemeindebüros)

„In Konflikten ist er vermittelnd und sachlich. Er hat auch ein offenes Ohr für private Probleme, tröstet und bietet Hilfe an. In allem ist er absolut diskret.“
(Iris Schlamm, Kollegin des Gemeindebüros)

„Der beste Kollege ever.“ (Anke Henkel, Kollegin des Gemeindebüros)

Am 1.4.1979 (Palmsonntag und somit Konfirmation) trat Klaus Blei seinen Küsterdienst in der Evangelischen Kirchengemeinde Ruppichteroth an. Er kam aus Porz, wo er beruflich als Hausmeister tätig und Mitglied des Presbyteriums war. Pastor Meinhard erhielt bei seiner Suche nach einem geeigneten Kandidaten für diese Schlüsselstelle den Tipp eines Pfarrerkollegen aus Porz. Sowohl Herr Meinhard als auch Herr Blei sa-gen übereinstimmend: „Das passte von Anfang an.“ So zog Herr Blei mit seiner Frau und den drei Söhnen nach Ruppichteroth. Dort wohnte er zunächst in der sogenannten „Alten Schule“, der Kirche direkt gegenüber.

Klaus Blei erinnert sich noch sehr gut an den Buß- und Bettagsgottesdienst 1978, seiner erste Bekanntschaft mit der evangelischen Kirchengemeinde Ruppichteroth. Die Worte Pastor Meinhards haben ihn direkt angesprochen. So war es für Herrn Blei keine Frage, diese neue Herausforderung anzunehmen und noch 1978 vertraglich alles zu besiegeln.
Das Aufgabengebiet von Herrn Blei, das im Laufe der Jahre stets umfangreicher wurde, in Gänze aufzuzählen, würde den Rahmen sprengen. Sicherlich ist neben den vielen Aufgaben rund um Kirche und Gemeindehaus die Friedhofsverwaltung ein wesentlicher Bereich, den Herr Blei zur vollsten Zufriedenheit aller ausfüllt. Klaus Blei erinnert sich besonders gerne an die von ihm begleiteten Jugendfreizeiten nach Norwegen und Schweden zurück. Die „gelebte“ Gemeindearbeit gefällt ihm besonders. So spricht er von der Zeit Mitte der 90er Jahre, wo es um die Neubesetzung der vakanten Pfarrstelle Auseinandersetzungen gab, als einer sehr wichtigen und wertvollen Zeit. „Da gab es Zusammenhalt in der Gemeinde, trotz aller Schwierigkeiten. Da wurde heftig diskutiert und es war eine sehr intensive Zeit, wo einfache Gemeindemitglieder sich zusammentaten und jederzeit für alle ansprechbar waren, da gab es eine „Gemeinde“ im besten Sinne das Wortes“, so fasst Herr Blei diese für ihn besonders wertvollen Jahre zusammen.
„Klaus Blei, der Mann für alle Fälle“, so sprechen alle Arbeitskollegen und Vorge-setzten mit großem Respekt von ihm. Ob es um die Einführung der Computer im Gemeindebüro ging, um die Gestaltung des Schaukastens, anfangs mit kalligraphischen Handarbeiten Herrn Bleis, um den Altarschmuck, der anfangs dank der Ikebana-Kenntnisse von Frau Blei verschönert wurde oder ob es um technische Details jeglicher Art geht, Herr Blei weiß immer Rat und hilft allen, die kleinen und großen Pobleme zu lösen.
Auch über seine Schwäche, manchmal zu impulsiv zu reagieren, spricht Herr Blei offen: „Ich versuche, wenn mich jemand anspricht, eine Lösung zu finden. Wenn jemand einen schlechten Tag erwischt, ja dann… .“  Für seine Kolleginnen und Kollegen überwiegt in allem seine große Fachkompetenz, sein offenes Ohr und seine überdurchschnittlich ausgeprägte Hilfsbereitschaft. So wünscht man ihm für den Ruhestand: „Vor allem Gesundheit, dass er die Zeit mit seiner Frau zusammen genießen kann, dass er noch viele Wanderungen und Fahrradtouren machen kann, dass er seine weiteren Hobbys, wie Kerzenziehen, Fotografieren, Funken, Lesen … aufleben lassen kann, dass seine Vorliebe für die Natur zur weiteren Entfaltung kommen kann, dass er die Beziehung zu unserer Kirchengemeinde aufrechterhält.“

 

Dagmar Hohn