Es war Sonntagmorgen. Die Sonne ging gerade hinter den Hügeln vor Jerusalem auf,

und ließ die ganze Stadt in einem wunderschönen orange-roten Licht erscheinen.

Der Nebel lichtete sich langsam und man hörte ein paar Vögel singen.

Ansonsten war es ruhig.

Da kamen ein paar dunkel gekleidete Gestalten durch das Stadttor. Sie hielten ihre Köpfe gesenkt und gingen langsam,

so, als wären sie sehr traurig. Es waren mehrere Frauen: Maria aus Magdala, Johanna, Maria die Mutter von Jakobus und noch andere.

Diese Frauen waren bis zum Schluss bei Jesus geblieben. Sie hatten seine Kreuzigung und seinen Tod miterlebt und waren auch dabei,

als er ins Grab gelegt worden war.

 

Nun wollten sie zum Grab gehen, und den Leichnam mit wohlriechenden Ölen einbalsamieren.

„Ich bin froh, dass wir gemeinsam zum Grab gehen können. Jesus fehlt mir so.“ sagte die eine.

„Ich kann es noch gar nicht verstehen“ sagte eine andere. „Vor ein paar Tagen hat er noch im Tempel gepredigt und Menschen geheilt, und jetzt ist er tot.“

„Wenigstens können wir ihm noch eine letzte Ehre erweisen, wenn wir seinen Leichnam salben.“ meinte die andere.

„Hoffentlich schaffen wir es, gemeinsam den schweren Stein vor dem Grab wegzurollen.“

 

Dann wanderten sie alle in Gedanken versunken in Richtung der Grabhöhle, die Josef von Arimathäa als Grab für Jesus zur Verfügung gestellt hatte.

Als sie die Hügelkuppe erreichten und in Richtung Grabhöhle sahen, waren sie sehr überrascht: „Der Stein ist schon weggerollt!“

rief die eine Maria aus. „Was hat das zu bedeuten?“

So schnell sie konnten, liefen die Frauen den Berg hinunter zum Eingang der Grabhöhle und schauten hinein.

Sie gingen in die Grabkammer, aber der Leichnam Jesu war nicht mehr da. Irritiert schauten sie sich um.

 

„Was sollen wir jetzt machen?“ überlegten sie. „Wo ist er nur?“

 Während sie noch überlegten, traten zwei Männer in leuchtenden Gewändern zu ihnen.

Die Frauen erschraken sehr. Aber die beiden Engel sagten:

„Warum sucht ihr den Lebenden bei den Toten? Jesus ist nicht hier. Gott hat ihn vom Tod auferweckt!“

Die Frauen waren verwundert. Aber die Engel erklärten es ihnen:

„Erinnert euch mal an das, was er euch dazu gesagt hat: Der Menschensohn wird am Kreuz sterben, aber am dritten Tage wird er vom Tod auferstehen.“

Da erinnerten sich die Frauen daran, und sie freuten sich sehr.

Voller Freude liefen sie zurück in die Stadt.

Dort gingen sie sofort zu den anderen Jüngern von Jesus und erzählten ihnen, was sie erlebt hatten.

(nach Lukas 24)

 

Hier ein paar Tipps für euren Kindergottesdienst @home:

Zündet eine Kerze an, als Zeichen dafür dass ihr Gottesdienst feiern wollt

betet gemeinsam (zum Beispiel das Vaterunser)

Singt Lieder, zum Beispiel: Du verwandelst meine Trauer in Freude; Er ist erstanden, Halleluja; Der Herr ist auferstanden

Sprecht euch den Ostergruß zu: Einer sagt: "Der Herr ist auferstanden!" - die anderen antworten: "Er ist wahrhaftig auferstanden."

Was zum Nachdenken: Was meint ihr – haben sich die Jünger auch gefreut, als sie gehört haben, dass Jesus auferstanden ist?

Oder konnten sie es nicht glauben? (die Auflösung kannst du morgen hier nachlesen oder im Lukasevangelium)

Kreativaktion: Heute bist du eingeladen ein Oster-Bild zu malen: Du kannst hierzu das leere Grab, die Engel, die Frauen, die sich freuen malen.

Sicher hast du Oma und Opa oder ältere Nachbarn, die du wegen Corona nicht besuchen darfst.

Mal ihnen doch ein Bild, das die Osterfreude deutlich macht. Sie freuen sich garantiert cool.