David und sein guter Hirte - eine Geschichte rund um Psalm 23

Müde gähnt David. Es ist noch früh am Morgen. Gerade erst geht die Sonne auf.  Neben ihm liegt sein Hirtenhund und schaut ihn an.

Die ersten Schafe blöken. David steht langsam auf. Seine Schafe und er haben die Nacht in einer geschützten Schlucht geschlafen.

Vorne am Eingang hat er einen provisorischen Schutzwall aus dornigen Ästen gebaut. Dieser soll die wilden Tiere abhalten.

David schaut ihn sich genauer an - der Schutzwall ist noch da. Und alle Schafe auch. Gott sei Dank!

Hier draußen gibt es wilde Tiere – Löwen und Bären. Gott hat ihn und seine Herde auch heute Nacht wieder gut behütet.

David steht auf, und packt seine Sachen in seinen Beutel. Seine Decke, sein Essen und seine Harfe – er hat hier draußen tatsächlich so ein Musikinstrument.

Dann kümmert er sich um seine Schafe – das sind gar nicht wenige. David öffnet das Gatter. Die Schafe und Ziegen blöken jetzt noch lauter.

David lässt ein Schaf nach dem anderen aus dem Gatter. Dabei streicht jedes über den Kopf und sagt zu jedem seinen Namen. „Komm, Johann, wir gehen jetzt gleich zur Quelle, dann gibt’s erst mal was zu trinken.“ sagt er zu einem. 

Während so nach und nach alle Schafe aus dem Gehege kommen, schaut David immer wieder nach, was seine Herde draußen macht. Alle sammeln sich um Johann. Er scheint der Leithammel zu sein. Schließlich sind alle Schafe draußen, und das Gatter in der Felsenschlucht leer. David schließt das Tor und klettert mit seiner Herde den steinigen Weg in ein Tal hinab. Von weitem hört man schon das Plätschern des Wassers. Und tatsächlich, nach einigen Metern sieht man einen kleinen See, der in einen Bach mündet. Dorthin bringt er seine Schafe. Dabei passt er auf, dass keines verloren geht. Sein Hund umrundet die Schafe und passt mit auf.

Als sie am kleinen See ankommen, springt David erst einmal hinein und badet. Sein Hirtenhund und die Schafe trinken das Wasser. David geht zur Quelle, aus der das Wasser in den kleinen See sprudelt und trinkt. Das tut gut! Dann füllt er seine Flasche auf. Als er und die Schafe genug getrunken haben pfeift David die Herde zusammen und führt sie weiter. Sein Hund läuft hinterher. Heute will David seine Schafe wieder auf eine saftige grüne Weide führen. Unterwegs pfeift er ein frohes Lied. Und immer wieder schaut er sich um, damit ihm auch kein Schaf verloren geht.

So wandert er mit seiner Herde immer an dem kleinen Bach entlang, der sich vom See durch die Berglandschaft dieser Wüste in Judäa zieht. Bis er schließlich in einer grüne Ebene ankommt. Hier können die Schafe nach Herzenslust weiden. David ist zufrieden. Eine Weile sieht er den Schafen zu. Sein Hund umrundet die Schafherde und legt sich dann zu ihm.

David setzt sich unter einen Baum, legt seinen Rucksack auf den Boden und packt seine Harfe aus. Jetzt hat er Zeit.

Leise summt er eine Melodie. Er schaut seine Herde an und lacht. Und dann beginnt er zu spielen. Erst noch zaghaft, dann immer lauter.

Und er beginnt zu singen:

„Gott ist für mich wie ein Hirte! Er kümmert sich gut um mich.

Mir geht es gut und mir wird nichts fehlen.

Er weidet mich auf einer grünen Aue und führt mich zum frischen Wasser“

 

Noch einige Zeit summt er diese Melodie.  „Ja. Genau so ist es.“ sagt er zu seinem Hund.

„Gott kümmert sich um uns. Genau wie wir uns um die Schafe kümmern. Er ist der allerbeste Hirte, den es gibt!“

 

Kreativaktion zur Geschichte:

Bastele dir ein Schaf als Fensterbild. Du brauchst hierfür: Papier, Schere, Klebstoff, Wattebällchen.

 

Alle Geschichten und Materialien, sowie Lieder, Gebete und mehr kannst du auch mit der Kigo@Home-Box nach Hause gebracht bekommen.

Melde dich hierfür einfach per E-Mail im Gemeindebüro hierfür an: ruppichteroth@ekir.de.