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Einfach evangelisch

Unser Leitbild

- Wer wir sind, was wir glauben, wofür wir stehen -

Als Evangelische Kirchengemeinde Ruppichteroth sind wir eine vom Geist Gottes bewegte Gemeinschaft, die Menschen in ihrer Einzigartigkeit und Vielfalt wertschätzt und ihnen liebevoll begegnet.
Wir lassen uns von Lebensnöten und –freuden herausfordern und entdecken als Gebende und Nehmende geistliche Heimat.

Im Jahre 1994 haben sich Vertreter aller Gruppen und Kreise unserer Kirchengemeinde zu einer mehrtägigen Gemeindekonferenz getroffen und Schwerpunkte unserer vielfältigen Arbeit gebildet, sowie nach längerem Ringen um eine gemeinsame Formulierung die vorstehenden Leitsätze für unserer Gemeinschaft erstellt. Gut 10 Jahre später - im Sommer 2009 -  hat sich das Presbyterium im Rahmen einer Tagung erneut mit diesen Zielen auseinandergesetzt.

Jetzt, im Jahre 2016 hat sich das neu gebildete Presbyterium die ersten Ziele für die nächsten Jahre vorgenommen: 
Dazu gehören die Förderung der Jugendarbeit, Neubewertung der diakonischen Arbeit, Verbesserungen im kirchenmusikalischen Bereich und die Überarbeitung der Gemeindekonzeption - sowohl innerhalb des Presbyteriums als auch mit der Gemeinde. 

Die bestehende Gemeindekonzeption aus dem Jahre 2004 können Sie im download-Bereich (hier klicken!) herunterladen.

Gerne können Sie eine Presbyterin/ einen Presbyter ansprechen, wenn Sie sich bei der Überarbeitung der Gemeindekonzeption im Jahre 2016/ 2017 einbringen wollen.

 

Protestantisches Leben und seine Merkmale

Wir alle stehen selbst in der Verantwortung vor Gott. Wir sind bemüht, gegenüber Gott und den Menschen unsere Aufgaben zu erfüllen. Dazu brauchen evangelische Christen keine Heiligen als Vermittler.
Nach evangelischem Verständnis gibt es (nur) zwei Sakramente: die Taufe und das Abendmahl.
Menschliche Unfehlbarkeit in kirchlicher Lehrmeinung lehnen wir ab.

Evangelischer Glaube heißt deshalb: wir müssen nicht den Menschen gefallen.
Wir müssen keine Leistungen vorweisen, um von Gott geliebt zu werden.
Jesus Christus verkündete uns die Botschaft: Wir sind frei, frei von Zwang, Angst, Schuldgefühlen und Leistungsdruck.
Ist das nicht eigentlich die Freiheit, nach der Sie sich schon immer gesehnt haben ?
Die evangelische Kirche hat diese Freiheit zu ihrer wichtigsten Botschaft gemacht
deshalb evangelisch !

 

Was ist eigentlich evangelisch?

Mit 95 Thesen wollte Martin Luther die Kirche erneuern. Fast 500 Jahre später (2015) schreibt Okko Herlyn ein Buch. Sein Titel: "Was ist eigentlich evangelisch?"

Manches ist von Halbwissen, Vorurteilen oder Tabus umnebelt. Menschen treten aus der evangelischen Kirche aus, weil sie sich über den Papst ärgern. Andere halten evangelisch für das "kleinere Übel". Gerade unter protestantischen Menschen regiert in Glaubensfragen nicht selten eine gewisse Rat- und Sprachlosigkeit. Mit "Was ist eigentlich evangelisch?" gibt Okko Herlyn eine erste Orientierung: von den biblischen Wurzeln über die geschichtlichen Entwicklungen bis hin zu aktuellen Gegenwartsbezügen. Sie machen Mut, sich selbst mit einem wachen, Gott und der Welt zugewandten, Protestantismus auseinanderzusetzen.

Im Radiobeitrag im Rahmen der Reihe "Augenblick mal" geht Okko Herlyn darauf ein, warum eine gewisse "evangelische Umständlickeit" einfach sein muss. Hierzu Okko Herlyn.

 

Typisch evangelisch - "Laien" predigen

Wer darf in der evangelischen Kirche predigen? Durchaus nicht nur Pfarrer. Als beispielsweise während des Zweiten Weltkrieges Pastoren fehlten, wurden sie durch Hilfsprediger ersetzt. Heute gibt es ausreichend Pfarrer. Doch die Laienprediger und Prädikanten sind geblieben.

In den evangelischen Kirchen in NRW können ehrenamtlich und beruflich Mitarbeitende auf Antrag des Presbyteriums nach landeskirchlichen Vorbereitungskursen ordiniert und in den Dienst der Prädikantin oder des Prädikanten berufen werden.

 Sie kommen aus allen Altersgruppen, Berufen und sozialen Schichten und tun ihren Dienst im strikten Sinne ehrenamtlich. Dabei tragen sie in der Ausübung ihres Predigtdienstes ebenso wie die Pfarrerinnen und Pfarrer den Talar. Ihr Amt ist umstritten, wie der Radiobeitrag aus 2016 zeigt.

Neben der Gabe der Wortverkündigung sollen Prädikantinnen und Prädikanten über eine ausreichende Allgemeinbildung und biblische Kenntnisse verfügen sowie Verständnis für theologische Fragen zeigen und sich im kirchlichen Leben bewährt haben.

Hier ein kurzer Kommentar.

 

Seelenfrieden ist nicht käuflich

„In Bildern und in Worten geht es um Luther aller Orten.“ Der Kirchengeschichtsprofessor Johannes Schilling sorgt sich, dass bei allem äußeren Rummel, der inhaltliche Kern dieses Ereignisses verloren gehen könnte. Er bringt es so auf den Punkt:

"Nach meinem Verständnis ging es Luther vor allem darum, die Frage nach der Gewissheit des Heils zu klären. Und er hat sie so beantwortet, dass Gottes Gnade zu den Menschen kommt ohne deren Mitwirkung und deren Verdienst. Das heißt auch, dass er die Souveränität Gottes in seinem Handeln herausgestellt hat. Das entlastet die Menschen und macht sie zu Empfängern statt zu Werkheiligen."

Den gnädigen Gott bekommt man nicht durch gute Werke und nicht dadurch, dass man sich per Ablass das Seelenheil erkauft.

 Beitrag "Augenblick mal".